MacBook und iPad im Flugzeug & Handgepäck | Das gilt 2019

Zuletzt aktualisiert: 25. April 2019

In der Luftfahrt gibt es immer wieder neue Verbote. Leider nur selten zugunsten der Passagiere. So wurden elektronische Geräte wie MacBook und iPad im Handgepäck schon mehrmals verboten. Doch wie sieht es heute aus?

Große elektronische Geräte wie MacBook und iPad sind im Hand- und Aufgabegepäck weltweit erlaubt. Die 2017 eingeführten Verbote der USA und Großbritanniens für Notebooks und Tablets wurden inzwischen wieder aufgehoben.

Im März 2017 machten die USA und Großbritannien mit dem Verbot von großen elektronischen Geräten Schlagzeilen. So wurden auf Flügen aus dem Mittleren Osten alle elektronischen Geräte verboten, die größer als ein Smartphone sind.

Grund für die Einschränkungen waren geplante Terroranschläge mit großen elektronischen Geräten wie Laptops und Tablets im Handgepäck.

Wieder aufgehoben wurden die Verbote in der USA bereits im Juli 2017, während Großbritannien die letzten Verbote erst im Januar 2019 aufhob.

Nichtsdestotrotz ist bei der Mitnahme von MacBook und Co. einiges zu beachten, um unangenehme Überraschungen am Flughafen zu vermeiden.

Fliegen mit MacBook und iPad: So geht’s richtig

Regel Nummer 1: MacBook und Co. muss ins Handgepäck.

Ich finde es unfassbar, aber immer wieder reisen Menschen mit Notebooks im Aufgabegepäck. Das ist zwar erlaubt, aber alles andere als empfehlenswert.

Denn das Aufgabegepäck wird nicht nur unsanft von Gepäckbändern hin- und hergeschleudert, sondern auch vom Personal oft unsanft herumgeschmissen.

Dazu kommt, dass das Aufgabegepäck vom Sicherheitspersonal in Deiner Abwesenheit durchleuchtet wird. Und wie beim Handgepäck auch müssen elektronische Geräte einzeln gescannt werden.

D.h., dass Dein Koffer vom Personal geöffnet wird. Die Mitarbeiter werden dann alle elektronischen Geräte entnehmen und separat scannen. Auch wenn Du Deine Geräte im Vorhinein vorsichtig zwischen Handtüchern verpackt hast, liegen diese jetzt im schlimmsten Fall recht ungeschützt in Deinem Aufgabegepäck herum.

Hast Du richtig Pech, wird sogar etwas geklaut. Das kommt zwar selten vor, ist aber durchaus möglich. Das Aufgabegepäck passiert nämlich viele Stationen wie z.B.  Sicherheitspersonal und Gepäckträger. Wird etwas geklaut, gibt es kaum etwas, das man noch unternehmen kann. Die Wertgegenstände sind meistens ohne Entschädigung weg.

Fazit: Empfindliche und teure Geräte wie MacBook, iPad und Co. gehören ins Handgepäck.

Wenn absolut kein Weg daran vorbeiführt Dein Notebook im Aufgabegepäck zu transportieren, achte darauf, dass das Personal einfach dran kommt, ohne viel herumwühlen zu müssen. So könntest Du eine Art Mulde bilden, in der das Notebook sicher liegt und einfach ein- und ausgepackt werden kann.

Achte ebenfalls darauf, Deinen Koffer nicht abzuschließen. Will das Sicherheitspersonal etwas zur Überprüfung aus dem Koffer entnehmen, können diese den Koffer aufbrechen.

Abhilfe schaffen hier zumindest auf USA-Reisen TSA-Schlösser. Sicherheitsbeamte besitzen für diese Schlösser einen Masterschlüssel und können den Koffer somit für die Kontrolle problemlos öffnen.

Regel Nummer 2: Sei vorbereitet bei der Handgepäckkontrolle

Bei der Handgepäckkontrolle wird man dazu aufgefordert, alle elektronischen Geräte separat scannen zu lassen (das Gleiche gilt übrigens auch für Flüssigkeiten im Handgepäck). Tust Du das nicht, verlierst Du dort unnötig viel Zeit, da nochmal alles von vorne gescannt werden muss. Und da dort generell immer eine gewisse Hektik herrscht, will man das lieber vermeiden. Demnach solltest Du alle elektronischen Geräte griffbereit halten.

Benutze anschließend bei der Kontrolle zwei Plastikkisten (die werden dort ausgehändigt). In die erste legst Du alle elektronischen Geräte.

Dazu gehören iPad, MacBook, iPhone, Smartphones, Tablets, Notebooks, Kameras, Fotoapparate, Uhren, Lautsprecher, Akkus, Powerbanks sowie Kabel und Adapter.

In die andere Kiste legst Du dann den ganzen Rest. Achte darauf, dass Du elektronische Geräte nicht übereinander in die Kiste legst. Lege diese nebeneinander. Sollte der Platz nicht ausreichen, nehme noch eine dritte Kiste dazu.

Regel Nummer 3: Alle elektronischen Geräte sollten voll geladen sein

Um genau zu sein: Diese müssen nicht nur geladen, sondern auch funktionsfähig sein. Denn es kann immer mal vorkommen, dass elektronische Geräte auf ihre Funktion getestet werden.

Das passiert vor allem dann, wenn dem Sicherheitsbeamten beim Scannen ein Gerät komisch vorkommt. Das soll vermeiden, dass manipulierte Geräte an Bord des Flugzeuges gelangen.

Funktioniert ein Gerät nicht, kann das Sicherheitspersonal die Mitnahme verbieten.  

MacBook und Co.: Handgepäckkoffer oder Laptoptasche?

Oft ist es am praktischsten Notebooks wie das MacBook in einer separaten Laptoptasche zu transportieren. Doch ob das erlaubt ist, hängt von der jeweiligen Airline ab.

Manche Airlines erlauben nur ein einziges Handgepäckstück. In diesem Fall muss das gesamte Handgepäck in einen Koffer verstaut werden.

Die meisten Airlines erlauben zum regulären Handgepäck eine zusätzliche Laptoptasche und sogar andere persönliche Gegenstände.

Generell ist bei vielen Airlines eine zusätzliche Laptoptasche erlaubt:

AirlineLaptoptasche zusätzlich zum Handgepäckkoffer erlaubt?max. erlaubte Maße der Laptoptasche (cm)
Ryanairja40 x 25 x 25
Eurowingsja40 x 30 x 10
Lufthansaja40 x 30 x 10
easyJetnur mit easyJet Plus!-Karte oder FLEXI-Tarif45 x 36 x 20
Wizz Airja40 x 30 x 20
Condorja40 x 30 x 10

Wenn Du mehr Informationen zu den Maßen und dem Gewicht von Handgepäck brauchst, findest Du eine stets aktuelle Liste von über 190 Airlines hier.

Flugzeugmodus bei MacBook und iPad: Wie geht das?

Unabhängig von der Airline sollten alle Geräte während Start und Landung in den Flugzeugmodus versetzt werden.

Der Flugzeugmodus schaltet alle Datenverbindungen wie Mobilfunk, WLAN und Bluetooth aus. Das verhindert, dass Signale den Funk der Piloten stören.

Zwar ergibt das nur Sinn für Mobilfunk, also Netzverbindungen eines Smartphones, trotzdem bestehen einige Airlines darauf, alle Datenverbindungen zu deaktivieren.

Insgesamt gilt: Egal, welche Regeln als sinnvoll erscheinen, das letzte Wort hat immer der Pilot bzw. die Flugbegleiter. Diese haben im Flugzeug nämlich das Hausrecht. Wenn darauf bestanden wird, dass Du Deine Geräte z.B. ausschaltest, solltest Du das auch tun.

Flugzeugmodus bei iPhone und iPad

Am einfachsten funktioniert der Flugmodus bei iPhone und iPad. Hier musst Du als Erstes das Kontrollzentrum öffnen (auf einem beliebigen Bildschirm vom unteren Bildschirmrand nach oben streichen, oder ab IOS 12 von oben rechts nach unten streichen).

Im Kontrollzentrum musst Du dann nur auf das Flugzeugsymbol tippen. Fertig. Willst Du den Flugmodus wieder deaktivieren, tippe erneut auf das Flugzeugsymbol.

Falls die Airline es erlaubt, kannst Du im Flugmodus WLAN und Bluetooth wieder separat aktivieren (beides im Kontrollzentrum). Das macht vor allem Sinn, wenn Du Bluetooth-Kopfhörer verwendest oder die Airline WLAN anbietet.

Flugzeugmodus beim MacBook

Weiter oben habe ich erwähnt, dass der Flugmodus eigentlich nur für Mobilfunk Sinn ergibt. Genau das ist der Grund, weshalb MacBook’s (macOS) gar keinen Flugmodus besitzen.

Allerdings kannst Du hier den Flugmodus ganz einfach imitieren, indem Du Bluetooth und WLAN separat ausschaltest. Beides musst Du natürlich nur machen, wenn die Airline das ausdrücklich vorschreibt.

Eine ausführliche Anleitung wie Du WLAN und Bluetooth auf Deinem MacBook ausschaltest, findest Du bei Techmixx.

MacBook Tastatur

5 Tipps für Reisen mit MacBook und Co.

1. Mache ein Backup

Vor jeder Reise ist es immer ratsam ein Backup aller wichtigen Daten zu machen. So ist im schlimmsten Fall, falls etwas schiefgeht, nicht alles verloren. Denn das Risiko, dass im Urlaub etwas zu Bruch geht oder geklaut wird, ist deutlich höher, als im Alltag zu Hause.

2. Powerbanks und Strom im Flugzeug

Besonders auf langen Flügen sind Powerbanks praktisch, um die Akkulebensdauer von Smartphones, Tablets und sogar Notebooks zu verlängern.

Im Flugzeug darfst Du Powerbanks bis zu 100 Wh (26.000 mAh) Kapazität mitnehmen. Das reicht locker um das iPhone X 5 mal und das iPad Mini 2,5 mal aufzuladen.

Alle MacBooks, die über USB-C Ports verfügen, können ebenfalls über Powerbanks aufgeladen werden. Dazu gehören z.B. das “normale” MacBook und das MacBook Pro. Dabei reicht eine 100 Wh Powerbank für ca. 75 % Ladung eines 15’’ MacBook Pro aus.

Mehr zu den Richtlinien für Powerbanks im Flugzeug findest Du hier: Powerbank im Handgepäck: Das musst Du beachten!

Manche Flüge, vor allem Langstreckenflüge, bieten Lademöglichkeiten direkt im Flugzeug an. Dementsprechend besitzen Sitze im Flugzeug USB-Ladebuchsen oder sogar Netzstecker (für die Netzstecker brauchst Du einen passenden Reiseadapter).

Ob Dein Flugzeug diese Möglichkeiten anbietet, erfährst Du direkt bei Deiner Airline oder z.B. bei SeatGuru.

3. WLAN im Flugzeug

Willst Du während des Fluges Arbeiten, E-Mails schreiben oder einfach Surfen, kann es sich lohnen, mit Airlines zu fliegen, die WLAN anbieten.

Recht günstige WLAN Angebote (mit Flatrate) bietet z.B. die Lufthansa an. Andere Fluggesellschaften, bei denen man Download Volumen kaufen muss, werden allerdings recht schnell sehr teuer.

Allerdings ist WLAN in Flugzeugen noch ein wachsender Trend und somit bieten viele Airlines unterwegs kein WLAN an (z.B. Ryanair und easyJet).

WLAN kannst Du meistens direkt während des Fluges dazu buchen und per Kreditkarte bezahlen.

4. Reiseadapter

Bei Reisen in Ländern außerhalb der EU solltest Du natürlich auch an den passenden Reiseadapter denken. Der in Deutschland verbreitete Eurostecker ist außerhalb der EU nämlich nur selten vertreten.

5. Zoll

Vor allem, wenn man mit Wertgegenständen außerhalb der EU reist, sollte man die jeweiligen Kaufbelege aufbewahren.

Natürlich darf man alles, was man von zu Hause mit in den Urlaub genommen hat, auch wieder zollfrei einführen. Werden die Zollbeamten aber misstrauisch, muss man beweisen können, dass man die Wertgegenstände nicht während der Reise erworben hat. Denn die Freimenge (für die Rückkehr aus nicht EU-Ländern) beträgt gerade einmal 430 €.

Somit kann ein Smartphone alleine die Freimenge schon sprengen.

Tipp: Scanne Deine Kaufbelege und sende sie Dir per E-Mail zu. Dadurch musst Du die Belege nicht mit Dir herumschleppen und kannst überall auf diese zugreifen. Hast Du Notebook und Co. online erworben, bewahre die E-Mails auf. Genauso gut funktionieren Fotos von den Kaufbelegen auf Deinen Smartphone, die Du am Zoll vorzeigen kannst.

Alternativ kannst Du Dir beim Zoll vor der Abreise einen sogenannten „Nämlichkeitsausweis” ausstellen lassen.

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John Hoffmann

Autor

Luftfahrt-Student. Warteschlangen-Meider. Pizza-Lover.

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