Die beste Powerbank für Reisen & Flugzeug | 2019 [getestet]

Zuletzt aktualisiert: 30. August 2019

Eine Powerbank ist auf den meisten Reisen ein Muss. Ob Smartphone, Kindle oder Notebook—der ein oder andere Flug lässt sich damit problemlos überbrücken, ohne sich über den Akkustand der Geräte sorgen machen zu müssen. Auch nach Ankunft sorgt die Powerbank für vollgeladene Akkus, ohne auf Steckdosen angewiesen zu sein.

Im Handgepäck sind Kapazitäten von bis zu 26800 mAh zugelassen. Wenn Du nach einem guten Allrounder suchst, ist der Anker PowerCore 20100 mAh wahrscheinlich die beste Wahl. Ich reise zwar oft mit mehreren Powerbanks im Handgepäck—wenn ich mich aber für eine entscheiden müsste, wäre das meine Wahl. Alternativen für besondere Anwendungsfälle findest Du weiter unten.

Vor allem bei Akkus und Powerbanks sollte man auf etablierte Marken setzen. Hier sind viele schwarze Schafe unterwegs. Oft haben Powerbanks weniger Kapazität als angegeben (Achtung: bis zu 80 % weniger als angegeben ist normal, mehr dazu gleich)—oder ihre Kapazität nimmt nach einigen Ladezyklen drastisch ab. Aber auch die Leistung ist wichtig: Was bringt eine Powerbank, die ein Smartphone langsamer lädt, als es entlädt?

Marken, die ich ohne weiteres empfehlen kann (alle selber in Nutzung & mit Messwerten bestätigt):

  • Anker—höchste Qualität, hohe Leistung
  • RAVPower—hohe Qualität (nah an Anker), hohe Leistung
  • Poweradd—hohe Leistung und günstig, allerdings mittelmäßige Verarbeitungsqualität

Im Folgenden findest Du die wichtigsten Eigenschaften, die Du beim Kauf von Powerbanks beachten solltest. Je nach Anwendungsfall habe ich die meiner Meinung nach besten Modell aufgelistet—die meisten davon nutze ich bis heute selber.

Um sicherzustellen, dass sich hier keine minderwertigen Powerbanks hereingeschlichen haben, wurde bei allen die Kapazität sowie der Ladestrom gemessen. Die Kapazität findest Du in mAh bei jeder gelisteten Powerbank. Andere Werte wie z.B. max. Ladestrom pro Buchse habe ich nicht separat aufgeschrieben—hier sind alle nah genug an den Herstellerangaben.

Welche Powerbanks sind im Handgepäck erlaubt?

Im Grunde sind die Regeln bei allen Airlines recht einheitlich. Folgendes musst Du beachten:

  • Die Powerbank darf 100 Wh Kapazität nicht überschreiten. Mit 26.000 mAh bist Du damit immer auf der sicheren Seite. Hat die Powerbank mehr als 26.000 mAh, solltest Du nach einer Angabe in Wh suchen. Meistens haben die angebotenen Powerbanks mit 26.800 mAh noch knapp unter 100 Wh.
  • Die Angabe der Kapazität muss auf der Powerbank lesbar sein (in Wh, mAh sind teilweise auch in Ordnung). Diese wird vor allem bei großen Powerbanks kontrolliert.
  • Die Powerbank darf nicht ins Aufgabegepäck, sondern muss im Handgepäck transportiert werden.

Woher diese Richtlinien kommen und ob es Ausnahmen gibt, findest Du in diesem Artikel.

Was ist beim Kauf von Powerbanks zu beachten?

Ausschlaggebend für die Qualität einer Powerbank ist nicht nur die gelieferte Kapazität. Folgende Eigenschaften solltest Du zusätzlich Beachtung schenken:

  • Kompatibilität: Gute Powerbanks können die verschiedensten Geräte schnell laden. Ob das der Fall ist, lässt sich oft nur durch Tests herausstellen. Setze daher auf etablierte Marken.
  • Ladegeschwindigkeit: Vor allem große Powerbanks brauchen zum Laden gerne mal über 10 Stunden. Wenn Dir die Ladegeschwindigkeit wichtig ist, achte auf die Wiederaufladezeit. Powerbanks mit USB-C laden in der Regel mehr als doppelt so schnell wie herkömmliche Powerbanks—das Gleiche gilt für Powerbanks die Quick Charge 3.0 unterstützen. Andere nutzen z.B. 2 normale Ladeeingänge, um den Ladevorgang zu beschleunigen.
  • Ausgänge: 2 Ladeausgänge sollten schon drin sein. 3 habe ich hingegen noch nie nutzen müssen. Standard USB Ausgänge verfügen normalerweise über genügend Leistung (2 A). Hier ist die Kompatibilität wichtig, sodass diese 2 A auch genutzt werden können. Willst Du Deinen Notebook mit der Powerbank laden, ist ein USB-C oder USB-PD Ausgang Pflicht. Dieser sollte min. 30 W, besser noch 45 W Ausgangsleistung haben.
  • Größe und Gewicht: Besonders wenn Du die Powerbank auch mal in der Hosentasche tragen willst, solltest Du auf Größe und Gewicht achten. Desto größer die Kapazität ist, desto größer ist natürlich auch die Powerbank. Abgesehen davon kommen einige Hersteller mit deutlich weniger Platz aus, als andere. Grund hierfür ist meistens eine kompakter verbaute Elektronik.

Wie viel Kapazität brauche ich?

Wie viel Kapazität Du brauchst, liegt vor allem am Anwendungsfall. Das einzige, das gegen eine möglichst große Kapazität spricht, sind Preis, Größe und Gewicht. 

Kleine Powerbanks sind vor allem dann praktisch, wenn man nicht viel Platz hat. In einer Handtasche können Powerbanks mit über 20.000 mAh schon deutlich herumpoltern. Will man das Smartphone zusammen mit einer Powerbank in der Hosentasche tragen, sind kleinere Powerbanks ebenfalls zu empfehlen.

Folgende Tabelle zeigt Dir, was Du von Powerbanks verschiedener Größen zu erwarten hast:

5000 mAh1 x modernes Smartphone laden (bsp. iPhone X, Galaxy S10, Huawei P30)100-150 Gramm; Maße: rund (vgl. großer Lippenstift) oder flach (vgl. kleines Smartphone)
10.000 mAh2 x modernes Smartphone oder 1 x Tablet laden (bsp. iPad Mini)180-250 Gramm; Maße: flach (vgl. großes Smartphone, nur dicker)
20.000 mAhdoppelt so viele Geräte wie mit 10.000 mAh oder 1 x Notebook laden (z.B. MacBook Pro 2018)350-500 Gramm; Maße: flach oder kastenform (vgl. 3 bis 4 große Smartphones übereinander gestapelt, manchmal dünner aber dafür länger)
26.800 mAhmin. 1 x Notebook, 5 x modernes Smartphone oder 2,5 Tablets laden550-600 Gramm; Maße: gleich wie bei 20.000 mAh, mit einem Smartphone mehr oben drauf

Die neusten Smartphones brauchen ca. 4000 bis 5000 mAh pro Ladung (von 0 auf 100 %, Wärmeverlust usw. bereist mit einbezogen). Damit reicht eine kleine Powerbank für eine Ladung aus. Für das Laden von Tablets braucht man in der Regel min. 10.000 mAh. Für Notebooks kann sogar die maximale Größe von 26.800 mAh zu wenig sein, wobei die meisten MacBooks damit vollständig aufgeladen werden können.

Das sind die besten kompakten Powerbanks (+erfüllen alle Richtlinien fürs Handgepäck):

  • Anker PowerCore 5000mAh (136 g, rund, 10,8 x 3,3 cm), getestete Kapazität: 4722 mAh // hohe Leistung, sehr robust
  • TNTOR 5000 mAh (115 g, flach, 12,3 x 6,6 x 0,6 cm), getestete Kapazität: 4401 mAh // gut für die Hosentasche geeignet, mit Klipp, allerdings kann ich noch nichts über die Langlebigkeit der Marke berichten
  • Anker PowerCore 10000 mAh (180 g, 9 x 6 x 2,2 cm), getestete Kapazität: 8745 mAh // kompakteste Powerbank mit 10.000 mAh, sehr robust
  • Poweradd Pilot 2GS 10000 mAh (276 g, 14,4 x 7,3 x 1,5 cm), getestete Kapazität: 8540 mAh // beste Preis-Leistung, jedoch mittelmäßige Verarbeitungsqualität, recht schwer durch Alugehäuse

Warum die getestete Kapazität immer unter der Herstellerangabe liegt

Bei Powerbanks ist es normal, dass die schlussendlich gelieferte Kapazität von der Herstellerangabe abweicht. Grund hierfür ist die Bezugsspannung sowie Verluste beim Umwandeln der Spannungen. Im Grunde sind Abweichungen von bis zu 20 % akzeptabel.

Die Powerbanks beziehen ihre Kapazität dabei immer auf die Spannung der verbauten Zellen. Diese haben in der Regel 3,7 bis 3,85 V.

Um Smartphones und Co. laden zu können, werden jedoch 5 Volt benötigt. D.h., dass die Spannung von z.B. 3,7 Volt auf 5 Volt hochtransformiert werden muss. Diese Umwandlung kostet Energie, beispielsweise in Form von Abwärme.

Die größten im Handgepäck erlaubten Powerbanks [knapp unter 100 Wh]

Die maximal im Handgepäck erlaubte Kapazität einer Powerbank liegt bei 100 Wh. Damit sind viele Powerbanks mit 26.800 mAh gerade noch so erlaubt.

Achte hierbei darauf, dass Powerbanks mit 26.800 mAh je nach Zellspannung auch mehr als 100 Wh Kapazität aufweisen können. Deswegen ist hier eine Angabe in Wh ausschlaggebend. 

Das sind die besten Handgepäck-tauglichen Powerbanks mit 26.800 mAh:

  1. RAVPower 26800mAh (99,16 Wh), getestete Kapazität: 23.166 mAh // beste Preis-Leistung ohne USB-C, hohe Qualität
  2. Anker PowerCore 26800mAh (96,48 Wh), getestete Kapazität: 23.810 mAh // beste Verarbeitung, bisher zuverlässigste Marke, doppelter Ladeeingang
  3. RAVPower 26800mAh USB-C, (99,16 Wh), getestete Kapazität: 23.264 mAh // beste Preis-Leistung mit USB-C 30 W (kann somit auch MacBook und andere USB-C Notebooks laden)

Wichtig: Die Angabe in Wh muss auf Deiner Powerbank lesbar sein. Somit kann das Flughafenpersonal einfach überprüfen, ob die jeweilige Powerbank auch zugelassen ist. Große Powerbanks ohne diese Angabe werden oft abgelehnt. Alle oben gelisteten Powerbanks haben alle wichtigen Werte kratzfest aufgedruckt.

Powerbanks für Notebooks

Nicht alle Notebooks können mit Powerbanks geladen werden. Wichtig hierbei ist, dass das Notebook USB-C Power Delivery unterstützt. Eine Liste mit kompatiblen Notebooks findest Du z.B. hier.

Aber auch wenn das Notebook sich per USB-C laden lässt, steht nicht zu 100 % fest, ob das Laden über Powerbanks funktioniert. Das hängt vor allem davon ab, wie viel Leistung bei welcher Spannung das Notebook verlangt. Um sicherzustellen, ob eine Powerbank mit einem gewissen Notebook funktioniert, schaue vor den Kauf nach, ob das Notebook auch als kompatibel angegeben ist.

In der Regel funktionieren Apple Notebooks mit den meisten Powerbanks problemlos, während andere Hersteller teilweise noch Probleme machen.

Hier sind die besten Powerbanks für Notebooks:

  1. Poweradd 26800 mAh (99 Wh, USB-C 45 W), getestete Kapazität: 25.102 mAh // Beste Preis-Leistung, mittelmäßige Verarbeitung  // mit Sicherheit kompatibel: MacBooks, Dell XPS 13
  2. RAVPower 20100 mAh (72,36 Wh, USB-C 45 W), getestete Kapazität: 16.292 mAh // hochwertige Powerbank für Notebooks // mit Sicherheit kompatibel: MacBooks, Dell XPS
  3. RAVPower 20100 mAh AC (74,37 Wh, AC 65W), nicht getestet // normaler Steckdosen-Ausgang: theoretisch mit allen Notebooks kompatibel (solange 65 W ausreichen), einfach Ladegerät einstecken und los

Die genannten Powerbanks können natürlich alle auch für Smartphones und Co. verwendet werden.

Angaben der Kapazitäten und Tests

Viele der Powerbanks habe ich schon eine lange Zeit in Benutzung. Das gibt mir ein recht gutes Gefühl darüber, welche Marken ihre Versprechen einhalten können—und welche nicht. Doch reicht bloß das nicht aus. Um die Empfehlungen mit Messwerten untermauern zu können, bin ich wie folgt vorgegangen:

  • Ich habe die Kapazität und den Ladestrom der Powerbanks selber gemessen (mit USB Multimeter von AMANKA und voll ausgelastetem Samsung Galaxy Note 10.1 als Last, sowie diverse andere Geräte wie Smartphones und Ladegeräte für ein Testen der Kompatibilität)
  • Ich habe auf bereits vorhandene Messwerte von techtest.org zurückgegriffen (insbesondere bei Powerbanks, die ich schon lange im Einsatz hatte bevor ich diese testen konnte—damit entsprechen alle Messwerte die einer neu gekauften Powerbank)

Fazit

Bei der Auswahl der richtigen Powerbank fürs Reisen bzw. fürs Handgepäck kann man nicht viel falsch machen. Lediglich wenn Du auch Dein Notebook laden willst, solltest Du überprüfen, ob beide Geräte auch kompatibel sind.

Inzwischen sind sich viele Hersteller der 100 Wh Regel bewusst und bieten demnach keine Powerbanks mehr über 26.800 mAh an. Zwar sind Powerbanks über 100 Wh bei einigen Airlines erlaubt, doch ausprobieren würde ich es nicht. Mehr darüber findest Du hier.

Was sind Deine Erfahrungen mit den verschiedenen Herstellern von Powerbanks? Gibt es eine Powerbank, die hier nicht aufgelistet ist, Du aber absolut weiterempfehlen kannst?

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John Hoffmann

Autor

Luftfahrt-Student. Warteschlangen-Meider. Pizza-Lover.

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